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Vorentwurf zur Pflegereform 2021

Infografik: Pflege in Deutschland 2021

Leistungen, Finanzen, Pflegepolitik, Pflegeversicherung, SGB XI, Statistik

Jahr für Jahr berichte ich an dieser Stelle über die Entwicklung zur Pflegebedürftigkeit in Deutschland. 2017 erlebten wir einen großen Sprung von +20 %. Das war klar und lag an der Systemumstellung. „Nachbeben“ hiervon waren von den Experten auch für 2018 erwartet worden (+10%) . Für 2019 war ich konservativ von einem Wachstum von 5 % ausgegangen. Die 8,5 % waren dann etwas überraschend. Und jetzt?

Für 2020 werden mit ca. 340.000 zusätzlichen Pflegebedürftige wieder über 8 % mehr Menschen mit Pflegegrad 1 bis 5 in der Statistik des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ausgewiesen.

Seit letztem Jahr weise ich in der jährlichen Infografik die Zahlen der Privatversicherten gemeinsam mit denen der Pflegebedürftigen der Gesetzlichversicherten aus. Für die Privaten lagen diese noch nicht vor und deshalb werden diese vorläufig mit demselben prozentualen Anstieg wie bei der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) berücksichtigt.

Wir müssen dringend für 2030 starten!

Mit insgesamt 4,6 Mio. Pflegebedürftigen haben wir im vergangenen Jahr bereits die Schallmauer durchbrochen, die das Bundesgesundheitsministeriums eigentlich erst in 10 Jahren für die Soziale Pflegeversicherung erwartet hat. Im Jahr 2019 wurde die Langzeitprognose an die neue Realität nach der Systemumstellung 2017 angepasst. Danach wurden für 2020 4,0 Mio. und für 2030 4,6 Mio. pflegebedürftige Menschen geschätzt.

Vergleicht man nur die gesetzlich Versicherten, so haben wir 2020 bereits mit 4,3 Mio. das Niveau von 2025 erreicht, wenn man von einer linearen Entwicklung in den kommenden 10 Jahren ausgeht.

Mehr Verantwortung für Angehörigenpflege und häusliche Berufspflege

Auch der Trend zur Verschiebung hin zur stärkeren Versorgung in der häuslichen Umgebung setzt sich fort. Mit 10,7 % wächst dieser Bereich erneut überproportional stark. Inzwischen werden 80,4 % daheim zu einem wesentlichen Teil von ihren Sorgenden und Pflegenden Angehörigen (SPA) betreut. Diese „Angehörigenpflege“ wird auf Basis der Anzahl der Leistungsempfänger zu ¾ exklusiv von Angehörigen durchgeführt. Die „Berufspflege“ unterstützt hier in ca. ¼ der Familien die Angehörigenpflege und ist bei rund 6 % ausschließlich für die Pflegebedürftigen verantwortlich.

Task Force Pflege 2030

Aufgrund der aktuellen Entwicklung hat sich der Verein Pflegende Angehörige e.V. dazu entschlossen, eine „Task Force Pflege 2030“ zu gründen. Hierfür werden in den kommenden Wochen Initiativen auf den Weg gebracht.

„Sorgende und Pflegende Angehörige (SPA) sind das Rückgrat der Langzeitpflege in Deutschland. Angesichts eines doppelten demographischen Effektes aus mehr Pflegebedürftigen und weniger erwerbstätiger Bevölkerung darf die Politik und die gesamte Gesellschaft die Potenziale der Angehörigenpflege zur Bewältigung der drohenden Unterversorgung pflegebedürftiger Menschen nicht länger ignorieren. Die Zukunft 2030 wird heute gestaltet, nicht erst übermorgen!“

 

sagt die Vorstandsvorsitzende des Vereins Kornelia Schmid als Motivation für ihre Initiative.

Wir werden über diese Initiative weiter berichten.

 

Als pflegender Angehöriger mit über 14 Jahren Erfahrung kenne ich den Pflege-Dschungel inzwischen recht gut. Die Qualifikation als § 7a Pflegeberater nützt ebenfalls.

Ich möchte Ihnen helfen, die organisatorischen Aufgaben der Pflege leichter zu bewerkstelligen.

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