Hausnotruf

Hausnotruf – Hilfe im Notfall

Ein Hausnotruf ermöglicht es, der pflegebedürftigen Person in einer Notlage selbstständig Hilfe zu holen.
Hausnotruf

Als Angehörige von pflegebedürftigen oder älteren Menschen machen Sie sich bestimmt auch Gedanken um deren Sicherheit. Insbesondere dann, wenn diese auf die Hilfe anderer angewiesen sind und einen Teil ihrer Selbstständigkeit eingebüßt haben.

Dies gilt speziell für Angehörige von pflegebedürftigen Personen, die nicht in demselben Haushalt leben. In solchen Fällen kann ein mobiler Hausnotruf helfen. Er bietet die nötige Sicherheit in den eigenen vier Wänden oder unterwegs. Sie als Angehöriger oder sonstige Bezugsperson wissen den Pflegebedürftigen in einem Notfall gut versorgt.

Hendrik Dohmeyer
Hendrik Dohmeyer - §7a Pflegeberater
und Autor beim Pflege-Dschungel

Seit über 15 Jahren bin ich Sorgender und Pflegender Angehöriger (SPA).
Als Pflegeberater bin ich bundesweit für viele Familien tätig.
Täglich nutzen durchschnittlich 1.500 Ratsuchende meine Informationen und Leistungen hier vom Pflege-Dschungel.

Leistungen
Dies ist ein beruhigendes Gefühl und unterstützt Sie bei Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit. Doch wie funktioniert so ein mobiler Notruf genau? Für wen eignet sich ein solches System? Wer hat Anspruch auf einen Zuschuss zu einem Hausnotruf? Im Folgenden erhalten Sie nützliche Informationen, die Ihnen als Entscheidungshilfe dienen sollen. Welche Art von Hausnotrufsystem ist am besten geeignet, um Ihrem Angehörigen ein Stück Selbstbestimmtheit zurückzugeben.

1. Wie funktioniert ein Hausnotruf?

Ein Hausnotruf ermöglicht es, der pflegebedürftigen Person in einer Notlage selbstständig Hilfe zu holen. Wenn sie zum Beispiel gestürzt ist, kann sie sich oft nicht allein aus dieser Lage befreien. Dank des elektronischen Meldesystems des Hausnotrufs wird eine Notrufzentrale kontaktiert. Diese kommt zu Hilfe und „rettet“ den Betroffenen aus seiner misslichen Lage. Sie werden als Angehöriger benachrichtigt und bei Bedarf wird ein Rettungswagen mit einem Notarzt geschickt. Ein mobiler Hausnotruf begleitet den Nutzer überall mit hin, ohne dass ein Telefon mitgeführt werden müsste.

Hausnotruf zum Umhängen

2. Für wen ist ein Hausnotrufgerät sinnvoll?

Grundsätzlich eignet sich ein Hausnotruf für pflegebedürftige oder allein lebende Personen, die gegebenenfalls in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Sie erfüllen sich so den Wunsch, dennoch ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Denn dank eines Hausnotrufgeräts kann man auch einen Notruf absetzen, wenn man sich nicht in der Nähe eines Telefons befindet.

Dafür trägt man einen Funksender als Armband oder als Kette um den Hals, den man per Knopfdruck betätigen kann. Dieser Funksender ist wasserdicht und kann sogar unter der Dusche getragen werden. Er ist mit dem Hausnotrufgerät verbunden, das an die Telefondose oder den Router angeschlossen ist. Beim Auslösen des Notrufknopfes wird eine Verbindung zur Notrufzentrale hergestellt, die rund um die Uhr besetzt ist. Die dortigen Mitarbeiter können direkt Kontakt zu der anrufenden Person herstellen.

In der an das System angeschlossenen Notrufzentrale sind wichtige Daten hinterlegt, die Leben retten können. Hierbei handelt es sich u. a. um die Anschrift und den Zugang zu den Räumlichkeiten der betroffenen Person.

Auch die Kontaktdaten von Ihnen als Angehöriger oder Bezugsperson liegen in der Notrufzentrale vor.

Weiterhin sind dort der allgemeine Gesundheitszustand und eventuelle Erkrankungen dokumentiert. Auch eine Medikamentenliste ist für die Mitarbeiter der Notrufzentrale einsehbar.

3. Ein mobiler Hausnotruf bietet weitere Vorteile

Für Personen, die in ihrer Beweglichkeit noch nicht besonders eingeschränkt sind und sich gern draußen sportlich betätigen, ist ein mobiler Notruf die optimale Lösung.

Ob beim Spaziergang im Wald, auf einer Radtour oder beim Klettern – der kleine Sender des Hausnotrufs kann Leben retten. Dank seiner GPS-Funktion kann er in einer Notlage auch in abgelegenen und einsamen Gebieten ganz einfach geortet werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die verunglückte Person an einer Vorerkrankung wie Epilepsie, Diabetes oder koronaren Krankheiten leidet.

Auch völlig gesunde Menschen können durch einen Sturz oder Ähnliches in eine lebensbedrohliche Lage kommen, aus der sie sich nicht selbst befreien können. Ein mobiler Notruf kann also zum Lebensretter werden. Die meisten Unternehmen oder Organisationen, die als Anbieter von Hausnotrufen fungieren, bieten auch die Leistungen mobiler Hausnotrufe an.

 

Mobiler Hausnotruf für unterwegs

 

4. Beauftragung mobiler Notrufe

Es gibt unterschiedliche Anbieter mobiler Hausnotrufe, bei denen Sie sich über die jeweiligen Produkte und verschiedenen Preispakete informieren können. Hier erhalten Sie sowohl Auskunft über die technischen Möglichkeiten als auch über die Art der Installation mobiler Notrufe.

Der Rundum-Service der Anbieter mobiler Hausnotrufe nimmt Ihnen ein wenig die Sorge um die Sicherheit Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen.

Ein mobiler Notruf gibt Ihnen die Gewissheit, dass stets Hilfe naht, wenn sich jemand in einer Notlage befindet und Sie nicht vor Ort sein können. Welche Leistungen ein mobiler Hausnotruf beinhaltet, vereinbaren Sie individuell mit dem jeweiligen Anbieter.

4. Häufige Fragen zum Hausnotruf

Wer ist für die Installation mobiler Hausnotrufe zuständig?

Es gibt unterschiedliche Anbieter mobiler Notrufe. Auch bei Vorliegen eines Pflegegrades kann die Organisation oder das Unternehmen frei gewählt werden, um die technische Installation und Einbindung in die Telefon-Infrastruktur vorzunehmen.

Ist ein mobiler Hausnotruf auch für junge Menschen oder nur für Senioren geeignet?

Selbstverständlich profitieren auch junge Menschen von den Vorteilen mobiler Notrufe. Schließlich können auch Jüngere an chronischen Krankheiten leiden, die gegebenenfalls zu einem Notfall führen können. Aber auch für gesunde Menschen liegen die Vorteile mobiler Notrufe auf der Hand. Wer beim Outdoor-Sport verunglückt, kann per GPS über den Hausnotruf geortet werden.

Wird Hausnotruf von der Pflegekasse bezahlt?

Ja, wer einen Pflegegrad hat, kann bei der zuständigen Pflegekasse einen Zuschuss beantragen. Dieser beträgt aktuell für 2022 insgesamt 25,50 Euro pro Monat.