3. Pflegegeld für die selbst organisierten Pflegeleistungen

Das Pflegegeld mit dem Pflegebudget Rechner kontrollieren

Wofür?

Mit dem Pflegegeld finanzieren Sie die Pflegeunterstützung, die sie selber organisieren.

Wieviel?

  • Pflegegrad 1: 0 Euro
  • Pflegegrad 2: 316 Euro
  • Pflegegrad 3: 545 Euro
  • Pflegegrad 4: 728 Euro
  • Pflegegrad 5: 901 Euro
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Achtung!

Das Pflegegeld kann mit der Pflegesachleistung kombiniert bezogen werden.

Weitere Infos zum Pflegegeld

Die Pflegegelder dienen dazu die selbst organisierten Pflegeleistungen für die Bereiche der:

  • körperbezogenen Pflegemaßnahmen,
  • pflegerischen Betreuungsmaßnahmen und
  • Hilfen bei der Haushaltsführung

finanziell zu unterstützen. Bedingung für den Erhalt von Pflegegeld ist, dass die häusliche Pflege von Ihnen sichergestellt ist. Dies kann z. B. durch Angehörige oder andere ehrenamtlich tätige Pflegepersonen geschehen.

Das Pflegegeld wird Ihnen direkt von der Pflegekasse überwiesen. Sie können über die Verwendung frei verfügen. Ob Sie hiervon Ihre eigenen Leistungen (zumindest zu einem geringen Teil) entlohnen oder anderen helfenden Personen eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen, obliegt Ihnen.

Pflegegeld ist steuerrechtlich kein Einkommen. Versteuert werden muss es nur dann, wenn Sie mit jemanden ein Beschäftigungsverhältnis vereinbaren und Pflegegeld als Lohn auszahlen. Aber warum sollten Sie das tun?

Personen mit dem Pflegegrad 1 bekommen keine Geldleistung. Ihnen steht jedoch eine zweckgebundene Kostenerstattung von bis zu 125 Euro monatlich zur Verfügung.

Besondere Regelungen beim Pflegegeld:

Wenn Sie z. B. eine Auszeit benötigen wird während einer Verhinderungspflege das bisher bezogene (anteilige) Pflegegeld für bis zu sechs Wochen und bei einer Kurzzeitpflege für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr in halber Höhe weitergezahlt.

Pflegeempfänger in vollstationären Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen haben Anspruch auf ungekürztes Pflegegeld anteilig für die Tage, an denen sie sich in häuslicher Pflege befinden.

Pflegeempfänger, die Pflegegeld beziehen, haben

1. bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich einmal,
2. bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich einmal

eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit „abzurufen“, wie es im Gesetzestext so schön heißt.

Diese oft als „Pflichtübung“ abgewertete Beratung sollte Sie aktiv von z. B. Ihrem Pflegedienst oder anderen geeigneten Pflegeberatern abrufen und positiv für sich nutzen.

Pflegegeld § 37 SGB XI (Gesetzestext)

(1) Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 können anstelle der häuslichen Pflegehilfe ein Pflegegeld beantragen. Der Anspruch setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld dessen Umfang entsprechend die erforderlichen körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sowie Hilfen bei der Haushaltsführung in geeigneter Weise selbst sicherstellt.

Das Pflegegeld beträgt je Kalendermonat

  • 316 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 2,
  • 545 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 3,
  • 728 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 4,
  • 901 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 5.

(2) Besteht der Anspruch nach Absatz 1 nicht für den vollen Kalendermonat, ist der Geldbetrag entsprechend zu kürzen; dabei ist der Kalendermonat mit 30 Tagen anzusetzen.

Die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes wird während einer Kurzzeitpflege nach § 42 für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege nach § 39 jeweils für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr fortgewährt.

Das Pflegegeld wird bis zum Ende des Kalendermonats geleistet, in dem der Pflegebedürftige gestorben ist. § 118 Abs. 3 und 4 des Sechsten Buches gilt entsprechend, wenn für die Zeit nach dem Monat, in dem der Pflegebedürftige verstorben ist, Pflegegeld überwiesen wurde.

(3) Pflegebedürftige, die Pflegegeld nach Absatz 1 beziehen, haben

1. bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich einmal,
2. bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich einmal

eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung, durch eine von den Landesverbänden der Pflegekassen nach Absatz 7 anerkannte Beratungsstelle mit nachgewiesener pflegefachlicher Kompetenz oder, sofern dies durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung vor Ort oder eine von den Landesverbänden der Pflegekassen anerkannte Beratungsstelle mit nachgewiesener pflegefachlicher Kompetenz nicht gewährleistet werden kann, durch eine von der Pflegekasse beauftragte, jedoch von ihr nicht beschäftigte Pflegefachkraft abzurufen.

Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden.

Die Vergütung für die Beratung ist von der zuständigen Pflegekasse, bei privat Pflegeversicherten von dem zuständigen privaten Versicherungsunternehmen zu tragen, im Fall der Beihilfeberechtigung anteilig von den Beihilfefestsetzungsstellen. Sie beträgt in den Pflegegraden 2 und 3 bis zu 23 Euro und in den Pflegegraden 4 und 5 bis zu 33 Euro.

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 haben Anspruch, halbjährlich einmal einen Beratungsbesuch abzurufen; die Vergütung für die Beratung entspricht der für die Pflegegrade 2 und 3 nach Satz 4. Beziehen Pflegebedürftige von einem ambulanten Pflegedienst Pflegesachleistungen, können sie ebenfalls halbjährlich einmal einen Beratungsbesuch in Anspruch nehmen; für die Vergütung der Beratung gelten die Sätze 3 bis 5.

(4) Die Pflegedienste und die anerkannten Beratungsstellen sowie die beauftragten Pflegefachkräfte haben die Durchführung der Beratungseinsätze gegenüber der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen zu bestätigen sowie die bei dem Beratungsbesuch gewonnenen Erkenntnisse über die Möglichkeiten der Verbesserung der häuslichen Pflegesituation dem Pflegebedürftigen und mit dessen Einwilligung der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen mitzuteilen, im Fall der Beihilfeberechtigung auch der zuständigen Beihilfefestsetzungsstelle.

Der Spitzenverband Bund der Pflegekassen und die privaten Versicherungsunternehmen stellen ihnen für diese Mitteilung ein einheitliches Formular zur Verfügung. Der beauftragte Pflegedienst und die anerkannte Beratungsstelle haben dafür Sorge zu tragen, dass für einen Beratungsbesuch im häuslichen Bereich Pflegekräfte eingesetzt werden, die spezifisches Wissen zu dem Krankheits- und Behinderungsbild sowie des sich daraus ergebenden Hilfebedarfs des Pflegebedürftigen mitbringen und über besondere Beratungskompetenz verfügen. Zudem soll bei der Planung für die Beratungsbesuche weitestgehend sichergestellt werden, dass der Beratungsbesuch bei einem Pflegebedürftigen möglichst auf Dauer von derselben Pflegekraft durchgeführt wird.

(5) Die Vertragsparteien nach § 113 beschließen gemäß § 113b bis zum 1. Januar 2018 unter Beachtung der in Absatz 4 festgelegten Anforderungen Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche nach Absatz 3. Fordert das Bundesministerium für Gesundheit oder eine Vertragspartei nach § 113 im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit die Vertragsparteien schriftlich zum Beschluss neuer Empfehlungen nach Satz 1 auf, sind diese innerhalb von sechs Monaten nach Eingang der Aufforderung neu zu beschließen.

Die Empfehlungen gelten für die anerkannten Beratungsstellen entsprechend.

(6) Rufen Pflegebedürftige die Beratung nach Absatz 3 Satz 1 nicht ab, hat die Pflegekasse oder das private Versicherungsunternehmen das Pflegegeld angemessen zu kürzen und im Wiederholungsfall zu entziehen.

(7) Die Landesverbände der Pflegekassen haben neutrale und unabhängige Beratungsstellen zur Durchführung der Beratung nach den Absätzen 3 und 4 anzuerkennen. Dem Antrag auf Anerkennung ist ein Nachweis über die erforderliche pflegefachliche Kompetenz der Beratungsstelle und ein Konzept zur Qualitätssicherung des Beratungsangebotes beizufügen. Die Landesverbände der Pflegekassen regeln das Nähere zur Anerkennung der Beratungsstellen.

(8) Der Pflegeberater oder die Pflegeberaterin (§ 7a) kann die vorgeschriebenen Beratungseinsätze durchführen und diese bescheinigen.


In nur drei Schritten zur kompetenten Pflegeberatung gelangen

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PflegeversicherungName oder Kürzel (DAK, AOK, etc.) der Pflegeversicherung. Die Kosten für die Pflegeberatung trägt die Pflegeversicherung der versicherten Person.

Die nachfolgenden Informationen werden benötig, um für Sie die Anträge für die kostenlose Pflegeberatung vorbereiten zu können. Sie werden selbstverständlich vertraulich behandelt und ausschließlich im Rahmen Ihrer Beratungsanfrage verwendet.

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Die Informationen finden Sie ganz einfach auf der Gesundheitskarte.


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Nachfolgend möchten wir Ihnen transparent machen, wie der "Intelligente* Marktplatz für Pflegeberatung" funktioniert.

  • Auf Basis Ihrer Beratungs-Wünsche suchen wir geeignete Pflegeberaterinnen oder Pflegeberater in Ihrer Wohnortnähe.
  • Nur mit Ihrer Zustimmung übermitteln wir die von Ihnen definierten Beratungs-Wünsche an die ausgewählten Pflegeberater.
  • Die Berater bekommen von uns die Techniken und Instrumente zur Verfügung gestellt, um Ihnen z. B.  eine  Pflegebudget-Übersicht, wie im gezeigten Beispiel auf dieser Homepage, zu erstellen.
  • Über die von Ihnen zur Verfügung gestellten Kontaktmöglichkeiten melden sich die Pflegeberater bei Ihnen, um das weitere Vorgehen und einen möglichen Beratungstermin abzustimmen.

*Warum ist der Marktplatz eigentlich intelligent?

Weil es immer sehr schlau ist, sich auf ein Beratungs-Gespräch bestmöglich vorzubereiten. Die Pflegeversicherung knausert mit dem Budget für die Pflegeberatung und deshalb ist eine optimale Nutzung der zur Verfügung stehenden knappen Zeit sehr, sehr wichtig.

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