Nach dem Schlaganfall
Verdacht auf einen Schlaganfall? Sofort 112 anrufen, auch dann, wenn die Beschwerden wieder verschwinden. Woran Sie ihn erkennen, steht gleich hier unten. Alles Weitere — Krankenhaus, Reha, Rückkehr nach Hause — gehe ich darunter mit Ihnen durch.

Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
- KI hilft beim Recherchieren von Quellen, beim Ordnen von Gedanken und dabei, Behördendeutsch verständlich zu machen.
- KI entscheidet nichts. Jede Zahl, jede Frist und jede rechtliche Aussage prüfe ich selbst, bevor sie hier steht.
Im Verdachtsfall: FAST-Test und 112
Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Drei Handgriffe, die Sie sofort machen können:
- F — Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab?
- A — Arms: Beide Arme nach vorn heben, Handflächen nach oben. Sinkt ein Arm ab oder dreht sich?
- S — Speech: Einen einfachen Satz nachsprechen lassen. Klingt die Sprache verwaschen, oder kommen falsche Wörter?
- T — Time: Bei einem einzigen auffälligen Zeichen sofort 112 anrufen und sagen: „Verdacht auf Schlaganfall.“
Ebenfalls Warnzeichen, auch ohne die drei oben: plötzliche Sehstörungen oder Doppelbilder, einseitige Schwäche oder Taubheit in Arm, Bein oder Gesicht, plötzlicher Schwindel mit unsicherem Gang, ungewöhnlich starke Kopfschmerzen, die aus dem Nichts kommen.
Auch wenn die Beschwerden wieder verschwinden, bleibt es ein Notfall. Eine vorübergehende Durchblutungsstörung — die TIA — ist oft der Vorbote eines schweren Schlaganfalls in den Tagen danach. Warten Sie nicht ab, ob es wiederkommt.
Bis der Rettungsdienst da ist
- Bleiben Sie bei der Person, lassen Sie sie nicht allein.
- Merken Sie sich die Uhrzeit, zu der die Beschwerden begannen — davon hängt die Behandlung ab.
- Nichts zu essen, nichts zu trinken, keine Medikamente geben. Auch keine Kopfschmerztablette.
- Bewusstsein und Atmung prüfen. Ist die Person bewusstlos und atmet normal: stabile Seitenlage. Atmet sie nicht normal: sofort mit der Wiederbelebung beginnen und die Leitstelle mithören lassen.
- Ist die Person ansprechbar: bequem und sicher lagern, ohne sie unnötig zu bewegen, enge Kleidung öffnen. Eine bestimmte Lagerung ist nicht vorgeschrieben.
- Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle — bleiben Sie am Telefon.
- Legen Sie Medikamentenplan und Ausweis bereit, wenn Sie einen Moment haben.
Rechtsstand: August 2026
Diese Seite beschreibt Organisation und Alltag. Sie ersetzt keine ärztliche Behandlung. Zu Medikamenten, Kostformen und Therapie entscheiden Ärztinnen, Ärzte und Therapeuten — nicht eine Internetseite und nicht Angehörige.
Was ein Schlaganfall hinterlässt
Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des Gehirns nicht mehr durchblutet — meist weil ein Gefäß verstopft ist, seltener weil eines geplatzt ist. Welche Folgen bleiben, hängt davon ab, welche Region betroffen war und wie schnell behandelt wurde. Deshalb sind zwei Schlaganfälle nie gleich, und deshalb kann Ihnen niemand am ersten Tag sagen, wie es ausgeht.
Betroffen sein können: Kraft und Beweglichkeit einer Körperseite, Gleichgewicht und Gangsicherheit, Sprache und Sprachverständnis, Schlucken, Sehen und räumliche Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Handlungsplanung, Blase und Darm, Stimmung und Antrieb.
Die Folgen, die niemand sieht
Das ist der Teil, an dem die meisten Missverständnisse entstehen. Jemand geht wieder, spricht wieder, sieht aus wie vorher und ist nach zwei Stunden Besuch völlig erschöpft. Umfeld, Familie und Arbeitgeber halten ihn für wiederhergestellt, und er selbst versteht nicht, warum nichts mehr geht.
- Fatigue, eine Erschöpfung, die mit Schlafen nicht besser wird. Sie ist die häufigste und die am meisten unterschätzte Folge.
- Reizüberflutung, ein Café, ein Familienfest, ein Fernseher im Hintergrund können unerträglich werden.
- Konzentration und Handlungsplanung, mehrere Dinge nacheinander zu tun, gelingt nicht mehr wie früher.
- Wahrnehmung einer Seite, manche Menschen übersehen die linke Hälfte ihrer Welt, ohne es zu merken: den halben Teller, den Türrahmen, die Person links neben ihnen.
- Antrieb und Stimmung, Rückzug ist nicht immer Traurigkeit; manchmal fehlt schlicht der Anstoß zum Anfangen.
- Gefühle näher an der Oberfläche, Weinen oder Lachen können ohne passenden Anlass kommen. Das ist eine Folge der Schädigung, kein Stimmungsumschwung.
Schreiben Sie solche Beobachtungen auf und nehmen Sie sie zu den Terminen mit. Für diese Folgen gibt es Diagnostik und Behandlung — die Neuropsychologie —, aber nur, wenn jemand sie anspricht.
Noch im Krankenhaus klären
Die Klinik entlässt oft schneller, als die Familie vorbereitet ist. Gehen Sie deshalb früh auf den Sozialdienst beziehungsweise das Entlassmanagement zu — nicht erst, wenn ein Termin genannt wird. Nehmen Sie diese Liste mit:
- Ist eine Rehabilitation vorgesehen — stationär, ambulant oder mobil? Wann beginnt sie, und wer stellt den Antrag?
- Welche Einschränkungen bestehen konkret, und was heißt das für zu Hause?
- Liegt eine Schluckstörung vor? Welche Kostform ist sicher, wer legt sie fest?
- Welche Medikamente, wann, wofür und was passiert, wenn eines vergessen wird?
- Welche Therapien müssen nahtlos weitergehen? Sind Rezepte ausgestellt, gibt es Termine?
- Welche Hilfsmittel werden gebraucht, wer beantragt sie, wann sind sie da?
- Muss die Wohnung angepasst werden und ist das bis zur Entlassung machbar?
- Ist die Rückkehr nach Hause realistisch, oder wäre Kurzzeitpflege der bessere Zwischenschritt?
- Wird ein Pflegegrad beantragt? Wer macht das?
- Wer koordiniert die Nachsorge und die Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls?
Und eine Bitte in eigener Sache: Lassen Sie sich zeigen, was Sie zu Hause tun sollen, solange Sie noch in der Klinik sind. Transfer vom Bett in den Rollstuhl, Anziehen bei einseitiger Lähmung, Hilfe beim Essen. Einmal zusehen genügt nicht — machen Sie es unter Anleitung selbst, bevor Sie damit allein sind.
Rehabilitation: was sie kann und was sie braucht

Die Rehabilitation beginnt meist schon im Krankenhaus, oft in den ersten Tagen. Je nach Bedarf gehören dazu Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Schlucktherapie, neuropsychologische Diagnostik und Behandlung, Training mit Hilfsmitteln und psychosoziale Unterstützung.
Das Ziel ist nicht, den Zustand von vorher wiederherzustellen — das gelingt manchmal und oft nicht. Das Ziel ist größtmögliche Selbstständigkeit und Teilhabe: wieder allein zur Toilette, wieder telefonieren können, wieder am Tisch mitessen. Fortschritte kommen ungleichmäßig, in Schüben, mit Rückschritten dazwischen. Wochenlanger Stillstand bedeutet nicht das Ende; auch nach Monaten passiert noch etwas.
Der schwerste Rat für Angehörige: Nehmen Sie nicht ab, was mühsam noch selbst geht. Es dauert quälend lange, jemandem beim Anziehen zuzusehen, wenn man es in zwei Minuten könnte. Aber jede Bewegung, die selbst gemacht wird, ist Therapie und jede abgenommene Bewegung geht ein Stück Selbstständigkeit verloren. Helfen Sie so viel wie nötig und so wenig wie möglich.
Wenn die Sprache betroffen ist
Eine Aphasie ist eine Störung der Sprache — nicht des Verstandes. Wer betroffen ist, denkt, fühlt und entscheidet wie vorher; nur der Weg zwischen Gedanke und Wort ist unterbrochen. Manche verstehen alles und finden keine Worte. Andere sprechen flüssig, aber die Wörter passen nicht. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie bestimmt, wie Sie helfen können.
- Nicht lauter sprechen. Das Gehör ist in Ordnung. Lautstärke wird als Bevormundung erlebt.
- Keine Kindersprache, kein „Wir gehen jetzt mal Händchen waschen“. Erwachsene bleiben Erwachsene.
- Blickkontakt, ruhige Umgebung, Fernseher und Radio aus.
- Kurze Sätze, eine Frage nach der anderen. Ja-Nein-Fragen sind leichter als offene.
- Zeit lassen und nicht ständig vervollständigen. Das gut gemeinte Zu-Ende-Sprechen nimmt die Übung weg und die Würde gleich mit.
- Alles nutzen, was hilft: Gesten, Zeigen, Aufschreiben, Bilder, eine Kommunikationstafel, das Handy.
- Nicht über den Kopf hinweg reden. „Kann sie das noch selbst?“ — gefragt wird die Person, nicht die Begleitung.
Essen und Schlucken
Eine Schluckstörung ist gefährlich, weil sie oft unauffällig verläuft. Achten Sie auf: Husten oder Räuspern beim Essen und Trinken, eine feuchte oder gurgelnde Stimme danach, Speisereste im Mund, sehr langsames Essen, Atemnot, wiederkehrende Lungenentzündungen und Gewichtsverlust.
Wichtig: Fehlender Husten bedeutet nicht, dass nichts in die Luftröhre gelangt. Es gibt die sogenannte stille Aspiration, bei der der Schutzreflex ausfällt und niemand etwas bemerkt. Deshalb ersetzt Beobachtung am Tisch keine Untersuchung. Machen Sie keine eigenen „Wassertests“ und dicken Sie nichts auf eigene Faust an.
Welche Konsistenz sicher ist, wie angedickt wird, wie die Sitzposition sein muss — das legen Logopädie und Ärzte fest, und daran wird nichts eigenmächtig geändert, auch nicht aus Mitleid. Der Schluck Wasser gegen den Durst kann in der Lunge landen. Wenn Ihr Angehöriger sich beim Essen verschluckt und nicht mehr richtig Luft bekommt: 112.
Der Alltag zu Hause
- Transfers und Hilfsmittel, Bett, Toilette, Dusche, Auto. Lassen Sie sich die Handgriffe zeigen, statt sie zu erfinden; falsches Heben schadet beiden.
- Wege und Räume, Schwellen, Teppiche, Beleuchtung, Haltegriffe. Oft entscheidet die Anordnung darüber, ob jemand allein zurechtkommt.
- Stürze vermeiden, festes Schuhwerk, freie Wege, nachts Licht. Nach einem Schlaganfall ist die Sturzgefahr deutlich erhöht.
- Medikamentenplan, aktuell halten, sichtbar aufbewahren, zu jedem Termin mitnehmen.
- Kontrollen wie Blutdruck oder Blutzucker so, wie ärztlich vereinbart — nicht mehr und nicht weniger.
- Pausen einplanen, bevor die Erschöpfung kommt. Ein Termin am Tag ist oft genug.
- Übungen im abgesprochenen Umfang. Mehr ist nicht besser; Überforderung wirft zurück.
- Autofahren, nach einem Schlaganfall nicht selbstverständlich. Die Fahreignung muss ärztlich geklärt werden, auch wegen des Versicherungsschutzes.
Einen zweiten Schlaganfall verhindern
Das Risiko ist nach dem ersten Schlaganfall erhöht und es lässt sich senken. Womit, hängt von der Ursache ab: Bei verengten Gefäßen wird anders vorgebeugt als bei Vorhofflimmern. Zur Nachsorge gehören meist Medikamente, die Behandlung von Blutdruck, Diabetes oder Herzrhythmusstörungen und, soweit möglich, Bewegung, Rauchstopp und Ernährung.
Blutverdünner niemals eigenmächtig absetzen
Gerinnungshemmende Medikamente werden manchmal weggelassen — vor dem Zahnarzt, wegen blauer Flecken, weil eine Packung leer ist. Das kann einen erneuten Schlaganfall auslösen. Änderungen bespricht ausschließlich die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt, auch vor Operationen und Eingriffen.
Wenn die Seele nicht mitkommt
Traurigkeit, Angst und Wut sind nach einem Schlaganfall häufig — man hat von einem Tag auf den anderen viel verloren. Daraus kann eine behandlungsbedürftige Depression werden, und sie wird oft übersehen, weil alle mit dem Körperlichen beschäftigt sind. Anhaltende Hoffnungslosigkeit, völliger Rückzug, kein Interesse mehr an irgendetwas: Das gehört angesprochen, nicht abgewartet. Depressionen nach einem Schlaganfall sind gut behandelbar.
Wenn Ihr Angehöriger äußert, nicht mehr leben zu wollen, nehmen Sie es ernst und sprechen Sie es direkt an: Fragen Sie nach, ob er daran denkt, sich das Leben zu nehmen. Diese Frage löst nichts aus, sie schafft Klarheit.
Bei akuter Gefahr: Lassen Sie die Person nicht allein und rufen Sie 112 oder den psychiatrischen Krisendienst Ihrer Region. Für alles darunter, und auch für Sie selbst, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar: 116 123, 0800 1110111, 0800 1110222.
Was Ihnen zusteht
Nach einem Schlaganfall greifen zwei Systeme ineinander: die Krankenversicherung für Behandlung, Reha, Heilmittel, Hilfsmittel und häusliche Krankenpflege und die Pflegeversicherung, sobald ein Pflegegrad da ist.
- Pflegegrad beantragen, sobald absehbar ist, dass Hilfe länger nötig bleibt. Stellen Sie den Antrag noch in dem Monat, in dem die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist, gibt es die Leistungen ab der Antragstellung. Stellen Sie ihn erst in einem späteren Monat, laufen sie ab dem Beginn dieses Antragsmonats. In beiden Fällen frühestens ab dem Zeitpunkt, an dem die Voraussetzungen vorliegen.
- Ambulanter Pflegedienst für Körperpflege und Behandlungspflege.
- Hilfsmittel und Wohnraumanpassung, für Umbauten gibt es einen Zuschuss der Pflegekasse.
- Tagespflege, wenn Struktur und Gesellschaft fehlen.
- Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, gemeinsamer Jahresbetrag bis zu 3.539 €.
- Entlastungsbetrag, bis zu 131 € im Monat.
- Schlaganfall-Selbsthilfegruppen und in vielen Regionen ehrenamtliche Schlaganfall-Helfer, die Betroffene und Familien über die erste Zeit begleiten.
Und Sie selbst? Ein Schlaganfall in der Familie bedeutet einen Rollenwechsel ohne Vorbereitungszeit — aus einer Partnerschaft wird über Nacht ein Pflegeverhältnis. Nehmen Sie Beratung und Entlastung von Anfang an in Anspruch, nicht erst, wenn es nicht mehr geht. Mehr dazu auf der Seite Belastung und Selbstfürsorge.
Häufige Fragen
Was ist eine TIA?
Eine vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn. Die Beschwerden gleichen einem Schlaganfall, verschwinden aber innerhalb von Minuten bis Stunden von selbst. Das klingt harmlos und ist das Gegenteil: Eine TIA ist ein Warnsignal — das Risiko für einen richtigen Schlaganfall ist in den Tagen danach am höchsten.
Deshalb gilt dasselbe wie beim Schlaganfall: sofort 112. Auch wenn es Ihnen im Nachhinein übertrieben vorkommt, weil wieder alles normal ist. Genau in diesem Zeitfenster lässt sich das Schlimmere oft noch verhindern.
Was muss ich beim Notruf sagen?
Sagen Sie zuerst: „Verdacht auf Schlaganfall.“ Dann Ort und Adresse, wer betroffen ist, welche Zeichen Sie sehen und vor allem: wann die Beschwerden begonnen haben. Diese Uhrzeit entscheidet über die Behandlung. Wenn Sie es nicht genau wissen, sagen Sie, wann die Person zuletzt beschwerdefrei war.
Legen Sie nicht auf, bevor die Leitstelle es sagt. Sie leitet Sie an, bis der Rettungsdienst da ist.
Warum ist er so erschöpft, obwohl doch alles wieder geht?
Das ist die Fatigue — eine Erschöpfung nach Hirnschädigung, die sich durch Ausruhen nicht beheben lässt. Das Gehirn arbeitet mit mehr Aufwand für dieselbe Leistung; was früher nebenbei ging, kostet jetzt Kraft. Ein Einkauf, ein Telefonat, ein Besuch können den restlichen Tag verbrauchen.
Was hilft: feste Pausen vor der Erschöpfung, ein Termin am Tag statt drei, Reize begrenzen, und Verständnis im Umfeld. Was nicht hilft: Anspornen. Wer sich über die Grenze treiben lässt, braucht danach Tage.
Wie helfe ich bei Aphasie am besten?
Ruhe schaffen, Blickkontakt, kurze Sätze, Zeit lassen. Fragen so stellen, dass ein Ja oder Nein reicht. Alles erlauben, was hilft: zeigen, aufschreiben, malen, das Handy. Und das Schwerste: nicht vorsagen, auch wenn Sie das Wort längst kennen.
Vor allem aber: Sprechen Sie mit der Person, nicht über sie. Eine Aphasie betrifft die Sprache, nicht das Denken und nicht die Entscheidungsfähigkeit. Wer im Wartezimmer erlebt, dass die Begleitung für ihn antwortet, zieht sich irgendwann ganz zurück.
Wann darf er wieder Auto fahren?
Das muss ärztlich geklärt werden — pauschale Fristen gibt es nicht. Entscheidend sind nicht nur Kraft und Beweglichkeit, sondern auch Sehen, Aufmerksamkeit, Reaktion und die Frage, ob eine Seite übersehen wird. Gerade diese Einschränkungen bemerken Betroffene selbst oft nicht.
Wer trotz fehlender Fahreignung fährt, riskiert nicht nur einen Unfall, sondern auch den Versicherungsschutz. Wenn das Gespräch darüber schwierig wird, holen Sie die Hausarztpraxis dazu — es ist leichter zu hören, wenn es nicht von den eigenen Kindern kommt.
Wie schnell beginnt die Rehabilitation?
Meist schon im Krankenhaus, oft in den ersten Tagen — mit Lagerung, Mobilisation und ersten Übungen. Die Anschlussrehabilitation soll sich möglichst nahtlos an den Klinikaufenthalt anschließen; den Antrag stellt in der Regel der Sozialdienst der Klinik. Fragen Sie früh danach und lassen Sie sich sagen, welche Einrichtung vorgesehen ist und wann.
Reicht eine stationäre Reha nicht oder ist sie nicht möglich, gibt es ambulante und mobile Formen — bei der mobilen Reha kommt das Team nach Hause. Das ist wenig bekannt und für manche Menschen die bessere Lösung.
Wie geht es weiter?
- Auf die Begutachtung vorbereiten — damit der Pflegegrad die Lage abbildet
- Belastung und Selbstfürsorge — für Sie als Angehörige
- Verhinderungspflege — wenn Sie eine Pause brauchen
- Vorsorgevollmacht — was geregelt sein sollte
Quellen und Anlaufstellen
- gesund.bund.de: Schlaganfall — Anzeichen, Behandlung, Nachsorge
- Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: Verhalten im Notfall
- Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: Unsichtbare Folgen
- Bundesgesundheitsministerium: Leistungen der Krankenkasse
- AWMF-Leitlinie: Sekundärprophylaxe nach ischämischem Schlaganfall und TIA (PDF)
Rechtsstand der Angaben: August 2026. Diese Seite beschreibt Organisation und Alltag und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Zu Medikamenten, Kostformen und Therapien entscheiden ausschließlich die behandelnden Fachleute.





