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10 Jahre Pflege-Dschungel, 2017 bis 2027 — zur Jubiläumsaktion Pflege-Dschungel. Orientierung. Begleitung.

Unabhängige Orientierung durch Pflegeversicherung,
Reform, Prävention und konkrete Pflegesituationen.

Publikationen


Über Pflege wird viel geschrieben — nur selten für die Menschen, die gerade selbst pflegen. Diese Übersicht sortiert 31 Zeitschriften, Magazine und Portale aus Deutschland, Österreich und der Schweiz danach, für wen sie gemacht sind. Ganz oben steht, was sich ohne Fachwissen lesen lässt.

Aktualisiert am 18.09.2026

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Was sich wo findet

Pflegemedien lassen sich grob in drei Gruppen teilen, und wer das weiß, spart sich viel vergebliche Suche.

  • Magazine für Angehörige — geschrieben für Menschen, die zu Hause pflegen. Verständliche Sprache, Alltagsthemen, keine Fachbegriffe ohne Erklärung. Davon gibt es erstaunlich wenige.
  • Fachzeitschriften — für Pflegekräfte, Leitungen und Lehrende. Hier stehen Behandlungsstandards, Rechtsprechung und Entwicklungen, oft Monate bevor sie im Alltag ankommen.
  • Wissenschaftliche Zeitschriften — Studien und Forschung. Trocken zu lesen, aber die belastbarste Quelle, wenn eine Behauptung im Raum steht.

Für pflegende Angehörige

Diese drei sind ohne Vorkenntnisse zu lesen und kostenlos zu bekommen.

  • Ich pflege · herausgegeben von den Unfallkassen gemeinsam mit der Aktion Das sichere Haus, als Heft und als PDF.
    Selbstfürsorge, Recht, Finanzen, Pflegealltag. Das Magazin, das der Zielgruppe am nächsten kommt — und es entsteht bei den gesetzlichen Unfallversicherern, die pflegende Angehörige ohnehin absichern.
  • ZQP diskurs · Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege, jährlich, Heft und PDF.
    Ein Jahresband zu einem Schwerpunktthema — Gewaltprävention, Demenz, Digitalisierung. Fachlich fundiert, aber verständlich geschrieben, und die Stiftung arbeitet ohne wirtschaftliches Interesse.
  • Angehörige pflegen · Bibliomed gemeinsam mit Pflege e. V.
    Entlastung, Leistungen, Gesundheit — direkt für die Zielgruppe. Erscheint unregelmäßig; prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie ein Abonnement abschließen.

Die Fachpresse im Einzelnen

Nach Verwendungszweck sortiert. Aufklappen, was Sie interessiert.

Pflegepraxis — die breiten Fachzeitschriften (4)

Was in der Pflege fachlich diskutiert wird, steht hier zuerst. Für Angehörige interessant, wenn es um Standards geht: wie oft umgelagert wird, was bei Wundversorgung gilt, wie Demenz begleitet wird.

  • Die Schwester | Der Pfleger · Bibliomed, monatlich — das breiteste Leitmedium der Branche, für Pflegende, Leitungen und Bildung.
  • PflegeZeitschrift · Springer Medizin, elf Ausgaben im Jahr — Praxis, Management und Pädagogik mit wissenschaftlichem Anteil.
  • Heilberufe · Springer Medizin, monatlich — sehr praxisnah, auch für Auszubildende geschrieben und dadurch gut verständlich.
  • Altenpflege · Vincentz Network, monatlich — das zentrale Medium der Langzeitpflege: Demenz, Palliative Care, Recht.
Führung und Betrieb — für Einrichtungen und Dienste (7)

Geschrieben für Träger, Heimleitungen und Pflegedienste. Für Angehörige lohnt ein Blick, wenn Sie verstehen wollen, unter welchen Bedingungen eine Einrichtung arbeitet — oder warum ein Dienst gerade keine Kapazität hat.

  • Altenheim · Vincentz Network, monatlich — Entscheidermedium der stationären Altenhilfe.
  • Häusliche Pflege · Vincentz Network, monatlich — Kernmedium der ambulanten Dienste: Recht, Markt, Organisation.
  • care konkret · Vincentz Network, wöchentlich — die schnellste Quelle für Pflegepolitik und Marktbewegungen.
  • CNE Pflegemanagement · Thieme, mehrmals jährlich — Führung, Personal, Pflegepolitik.
  • Health&Care Management · medhochzwei, monatlich — Gesundheitswesen und Pflege zusammen gedacht, Schwerpunkt Digitalisierung.
  • TP – Tagespflege · Vincentz Network, mehrmals jährlich — die einzige Zeitschrift ausschließlich zur Tagespflege.
  • CARE INVEST · Vincentz Network, alle zwei Wochen — Pflegeimmobilien und Betreiberwechsel. Nur relevant, wenn Sie wissen wollen, wem eine Einrichtung gehört.
Besondere Versorgungsbereiche (4)

Wenn die Pflege in eine bestimmte Richtung geht, sind das die genauesten Quellen — gerade bei Kindern und bei psychischen Erkrankungen, wo allgemeine Ratgeber schnell an ihre Grenzen kommen.

  • JuKiP · Thieme, sechs Ausgaben im Jahr — Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Die erste Adresse, wenn ein Kind gepflegt wird.
  • Psychiatrische Pflege · Thieme, sechs Ausgaben im Jahr — psychische Gesundheit, Kommunikation, Umgang in schwierigen Situationen.
  • intensiv · Thieme, sechs Ausgaben im Jahr — Intensiv- und Anästhesiepflege, mit Leitlinien.
  • PflegenIntensiv · Bibliomed, vierteljährlich — ebenfalls Intensivpflege, stärker auf die Praxis am Bett bezogen.
Recht (2)

Beide berichten über Urteile und Gesetzesänderungen, bevor sie in Ratgebern ankommen. Nützlich, wenn Sie mit einem Bescheid nicht einverstanden sind und wissen wollen, wie Gerichte in vergleichbaren Fällen entschieden haben.

  • PflegeRecht · Luchterhand bei Wolters Kluwer, monatlich — Rechtsfragen der stationären und ambulanten Pflege.
  • Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen · G&S Verlag, mehrmals jährlich — Haftung, Arbeits- und Sozialrecht, an konkreten Fällen erklärt und deshalb gut lesbar.
Forschung und Daten (3)

Hier stehen die Zahlen, auf die sich alle anderen berufen. Wenn Sie eine Aussage belegen müssen, suchen Sie zuerst hier.

  • Pflege & Gesellschaft · Beltz Juventa für die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft, vierteljährlich — Empirie, Theorie und gesellschaftliche Einordnung.
  • PFLEGE – Die wissenschaftliche Zeitschrift · Hogrefe, sechs Ausgaben im Jahr, für den gesamten deutschsprachigen Raum — Pflegeforschung und evidenzbasierte Praxis. Ab 2027 soll sie das Publikationsorgan der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft werden.
  • WIdOmonitor · Wissenschaftliches Institut der AOK, mehrmals jährlich, kostenlos als PDF — Versorgungsforschung und große Befragungen.
Online und Newsletter — täglich aktuell (3)

Frei zugänglich, ohne Abonnement, mit Newsletter. Wer mitbekommen will, was sich in der Pflege bewegt, ist hier am schnellsten dran.

  • BibliomedPflege · Nachrichten, Fachartikel und Veranstaltungen, Newsletter zweimal die Woche.
  • pflegen-online.de · Vincentz Network — Berufspolitik, Praxis und Karriere, laufend aktualisiert.
  • Springer Pflege · das digitale Dach über den Springer-Fachzeitschriften, mit Fortbildungsangeboten.
Österreich und Schweiz (5)

Andere Gesetze, ähnliche Fragen. Der Blick über die Grenze lohnt bei Themen, die überall gleich sind — Demenzbegleitung, Angehörigenentlastung, Personalmangel.

Kommen Sie an die Artikel heran?

Viele Beiträge stehen hinter einer Bezahlschranke. Drei Wege dorthin, ohne ein Abonnement abzuschließen: Die Stadtbibliothek hat oft einen Online-Zugang, der von zu Hause aus funktioniert. Pflegedienste und Einrichtungen haben meist Abonnements und geben eine Ausgabe gern weiter. Und Sie können den Autor oder die Autorin direkt anschreiben — Fachleute schicken ihre eigenen Beiträge fast immer bereitwillig zu.

Wie geht es weiter?

  • Fachwissen — Richtlinien und Grundlagentexte im Original, zum Herunterladen
  • Studien — 85 Berichte und Auswertungen, für Sie zusammengefasst
  • Glossar — wenn in einem Fachartikel ein Begriff auftaucht, den Sie nicht kennen
  • Aktuelles & Wissen — was uns aus diesen Quellen aufgefallen ist

Zur Liste selbst

Die Übersicht ist kuratiert, nicht vollständig — es gibt weitere Titel, gerade in Nischen und in den Regionen. Aufgenommen wurde, was regelmäßig erscheint und was Menschen in einer Pflegesituation tatsächlich weiterhelfen kann. Erscheinungsweisen, Verlage und Zugänge ändern sich; wir prüfen die Angaben halbjährlich.

Fehlt Ihnen etwas oder stimmt eine Angabe nicht mehr? Schreiben Sie uns — wir nehmen es auf.

Stand: 16. August 2026. Für keinen der Verweise auf dieser Seite erhalten wir eine Vergütung.

Porträt von Hendrik Dohmeyer

Wer schreibt hier?

Hendrik Dohmeyer

Pflegeberater nach § 7a SGB XI · sorgender und pflegender Angehöriger · Autor beim Pflege-Dschungel

Neunzehn Jahre lang habe ich meine beiden Eltern als sorgender und pflegender Angehöriger begleitet – bis 2024. Was ich in dieser Zeit über die Pflegeversicherung wissen musste, habe ich mir mühsam selbst zusammengesucht. Genau das soll Ihnen hier erspart bleiben.

Nach einer kurzen Pause wurden leider weitere Menschen in meiner Familie pflegebedürftig und benötigen seitdem Unterstützung. Diese Situation teile ich mit vielen anderen Familien in Deutschland: Pflege kann unerwartet erneut Teil des eigenen Lebens werden.

Heute führe ich bundesweit Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI durch, engagiere mich im Vorstand des Vereins Pflegende Angehörige e. V. und schreibe seit 2021 die Kolumne „Rat und Recht“ in der Zeitschrift Pflegepartner. Was hier steht, stammt aus eigener Erfahrung und meiner täglichen Beratungspraxis – nicht aus zweiter Hand.

Mehr über Hendrik Dohmeyer

  • Beratungen nach § 37 Abs. 3
  • 19 Jahre eigene Pflegeerfahrung
  • Vorstand Pflegende Angehörige e. V.
  • Über 30 Fachbeiträge seit 2021
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