Stuhlinkontinenz
Auch: Darminkontinenz, Stuhlverlust, anale Inkontinenz
Der unwillkürliche Verlust von Stuhl. Sie ist mit großer Scham verbunden, wird deshalb selten angesprochen – und ist häufiger behandelbar, als die meisten Betroffenen glauben.
Viele Menschen verschweigen sie selbst der Hausarztpraxis und schränken ihr Leben ein, statt Hilfe zu suchen. Dabei stehen oft Ursachen dahinter, an denen sich etwas ändern lässt: eine Verstopfung, bei der flüssiger Stuhl an der harten Masse vorbeiläuft, Medikamente, Geburtsverletzungen, neurologische Erkrankungen oder eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Hilfreich sind feste Toilettenzeiten nach den Mahlzeiten, angepasste Ernährung, Beckenbodentraining und geeignete Hilfsmittel. Für die Haut ist konsequenter Schutz wichtig, weil Stuhl sie schnell wund werden lässt. Die Abklärung erfolgt ärztlich; sie gehört angesprochen, auch wenn es Überwindung kostet – und der Hilfebedarf zählt in der Begutachtung.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung; Hilfsmittel über die Krankenkasse
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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