Stoma
Auch: künstlicher Darmausgang, Anus praeter, Kolostoma, Urostoma
Eine operativ angelegte Öffnung der Bauchdecke, über die Stuhl oder Urin in einen Beutel abgeleitet wird. Sie kann vorübergehend angelegt sein und später zurückverlegt werden oder dauerhaft bleiben.
Die Umstellung ist zuerst vor allem seelisch schwer – viele Menschen fürchten Geruch und Sichtbarkeit. In der Praxis ist beides bei gut sitzender Versorgung kein Thema. Entscheidend ist die Haut rings um die Öffnung: Sie muss trocken und unversehrt bleiben, sonst hält nichts mehr richtig. Rötung, Nässen oder Brennen sind Anlass, die Versorgung anzupassen, nicht sie fester zu kleben. Stomatherapeutinnen und Stomatherapeuten leiten die Versorgung an, und die Materialien werden von der Krankenkasse übernommen. Wer selbst wechseln kann, bleibt selbstständig; wo Hilfe nötig ist, übernimmt sie ein Pflegedienst auf Verordnung. Probleme gehören ärztlich abgeklärt.
- Rechtsgrundlage
- § 33 SGB V
- Zuständig ist
- ärztliche Behandlung; Stomaberatung; Hilfsmittel über die Krankenkasse
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
- KI hilft beim Recherchieren von Quellen, beim Ordnen von Gedanken und dabei, Behördendeutsch verständlich zu machen.
- KI entscheidet nichts. Jede Zahl, jede Frist und jede rechtliche Aussage prüfe ich selbst, bevor sie hier steht.
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