Sinnestäuschungen
Auch: Halluzinationen, Trugwahrnehmungen, Wahnvorstellungen
Wahrnehmungen ohne äußeren Anlass – Menschen oder Tiere sehen, Stimmen hören, sich bestohlen fühlen. Für die betroffene Person sind sie so wirklich wie alles andere im Raum.
Sie treten bei einigen Demenzformen auf, besonders häufig bei der Lewy-Body-Demenz, außerdem bei einem Delir und als Nebenwirkung von Medikamenten. Auch nachlassendes Sehen und Hören begünstigen sie, weil das Gehirn die Lücken auffüllt. Nicht jede Sinnestäuschung belastet: Manche Menschen erleben Besuch, der ihnen guttut. Dann muss man nichts dagegen unternehmen – ärztlich einordnen lassen sollte man sie trotzdem. Ängstigt sie dagegen, hilft Ruhe, gutes Licht ohne harte Schatten und Ablenkung – nicht das Beweisen, dass niemand da ist. Neu auftretende Sinnestäuschungen sind immer ein Grund für eine ärztliche Abklärung, weil ein Delir, ein Infekt, eine Austrocknung oder ein neu angesetztes Medikament dahinterstecken können.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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