Schwerhörigkeit
Auch: Hörminderung, Altersschwerhörigkeit, Hörverlust
Eine Einschränkung des Hörens, im Alter meist beidseitig und langsam fortschreitend. Zuerst gehen die hohen Töne verloren – Sprache wird gehört, aber nicht mehr verstanden.
Genau diese Lücke führt zu Missverständnissen: Weil Reden ankommt, wirkt Nichtverstehen wie Unaufmerksamkeit oder Verwirrtheit. Schlecht hörende Menschen ziehen sich zurück, und Rückzug erhöht das Risiko für Vereinsamung und für nachlassende Denkleistung. Ein Hörgerät ist deshalb keine Bequemlichkeit. Es braucht allerdings Wochen der Gewöhnung, und viele geben zu früh auf. Im Gespräch hilft: von vorn sprechen, Blickkontakt, deutlich statt laut, nur eine Person zugleich, Fernseher aus. Batterien, Sitz und Ohrenschmalz gehören regelmäßig kontrolliert – ein verstopftes Gerät ist die häufigste Ursache, wenn es plötzlich nicht mehr wirkt. Anpassung und Kontrolle erfolgen ärztlich und über den Hörakustiker.
- Rechtsgrundlage
- § 33 SGB V
- Zuständig ist
- hals-nasen-ohrenärztliche Behandlung; Hörgeräte über die Krankenkasse
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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