Palliative Sedierung
Auch: Sedierung am Lebensende, palliative Sedation
Das gezielte Dämpfen des Bewusstseins, wenn schweres Leid anders nicht mehr zu lindern ist. Sie richtet sich gegen das Symptom, nicht gegen das Leben. Von einer Tötung auf Verlangen ist sie klar zu unterscheiden.
Eingesetzt wird sie erst, wenn andere Wege ausgeschöpft sind – etwa bei unerträglicher Luftnot, Schmerzen oder schwerer Unruhe. Die Tiefe der Dämpfung wird so gewählt, wie es zur Linderung nötig ist, und kann zeitweise oder dauerhaft sein; manchmal wird sie auch wieder verringert. Wichtig ist die Abgrenzung: Eine palliative Sedierung verkürzt nach fachlichem Verständnis das Leben nicht und ist etwas anderes als eine Tötung auf Verlangen, die in Deutschland strafbar ist. Voraussetzung sind die Einwilligung der betroffenen Person oder ihr in einer Verfügung erklärter Wille sowie eine sorgfältige ärztliche Abwägung. Die Durchführung erfolgt ausschließlich ärztlich.
- Rechtsgrundlage
- § 1827 BGB
- Zuständig ist
- ausschließlich ärztlich; in der Regel ein Palliativteam
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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