Orientierungsstörung
Auch: Desorientierung, Orientierungslosigkeit, zeitliche Desorientierung
Die Unfähigkeit, sich in Zeit, Ort, Situation oder zur eigenen Person zurechtzufinden. Die Orientierung geht meist in dieser Reihenfolge verloren – zuerst die Zeit, zuletzt die eigene Person.
Zuerst gehen Wochentag und Datum verloren, dann die Jahreszeit, später der Ort und die Einordnung von Situationen; die eigene Person bleibt am längsten erhalten. Diese Reihenfolge hilft beim Einschätzen, wo jemand steht. Im Alltag entsteht daraus vieles: das Suchen des Weges in der eigenen Wohnung, nächtliches Aufstehen zur falschen Zeit, das Nichterkennen von Angehörigen. Hilfreich sind gut sichtbare Uhren mit Wochentag, viel Tageslicht, feste Abläufe, beschriftete Türen und vertraute Gegenstände an ihrem Platz. Das Abfragen von Datum und Jahreszahl belastet und bringt nichts. Die Abklärung der Ursache – auch eines möglichen Delirs – erfolgt ärztlich.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung; pflegefachliche Beratung
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
- KI hilft beim Recherchieren von Quellen, beim Ordnen von Gedanken und dabei, Behördendeutsch verständlich zu machen.
- KI entscheidet nichts. Jede Zahl, jede Frist und jede rechtliche Aussage prüfe ich selbst, bevor sie hier steht.
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