Medikamentenabhängigkeit im Alter
Auch: Tablettenabhängigkeit, Abhängigkeit von Schlafmitteln, Sucht im Alter
Eine Abhängigkeit von Schlaf-, Beruhigungs- oder Schmerzmitteln. Sie entsteht meist unbemerkt aus einer ärztlichen Verordnung heraus, über Monate hinweg, und betrifft besonders häufig ältere Frauen.
Am Anfang steht selten ein Suchtverhalten, sondern ein Rezept – gegen Schlaflosigkeit, Unruhe oder Schmerzen. Wird es über Monate fortgeführt, gewöhnt sich der Körper daran. Anzeichen sind Unruhe, wenn ein Mittel einmal fehlt, das Sammeln von Vorräten, Verordnungen von mehreren Praxen und eine langsam steigende Menge. Die Folgen werden oft dem Alter zugeschrieben: Müdigkeit, Stürze, Verwirrtheit, nachlassendes Gedächtnis. Angehörige zögern, das Thema anzusprechen, weil es nach Vorwurf klingt. Hilfreich ist, es als Sorge um die Nebenwirkungen zu formulieren. Ein Absetzen darf niemals eigenmächtig erfolgen – es kann gefährlich sein und gehört ärztlich begleitet.
- Zuständig ist
- ärztliche Begleitung; Beratung über Suchtberatungsstellen
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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