Kognitive Veränderung nach Operation
Auch: postoperatives Delir, Durchgangssyndrom nach OP, kognitive Störung nach Narkose
Verwirrtheit oder nachlassende Denkleistung nach einem Eingriff. Sie tritt sehr viel häufiger auf, als die meisten Angehörigen erwarten – besonders bei älteren Menschen und nach längeren Operationen.
Meist handelt es sich um ein Delir, das in den ersten Tagen nach dem Eingriff auftritt und sich wieder zurückbildet. Bei einem Teil der Betroffenen bleiben Konzentration und Gedächtnis über Wochen oder Monate schwächer. Begünstigt wird das durch hohes Alter, eine bestehende Vorschädigung, viele Medikamente, Schmerzen, Schlafmangel und die fremde Umgebung. Vorbeugen lässt sich einiges: Brille und Hörgerät ins Krankenhaus mitgeben, vertraute Gegenstände dazulegen, regelmäßig besuchen, früh wieder aufstehen, für guten Schlaf sorgen. Angehörige können hier mehr bewirken als jede Maßnahme der Station. Behandlung und Abklärung erfolgen ärztlich; sprechen Sie das Risiko schon im Vorgespräch zur Operation an.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung; Vorbereitung über die operierende Klinik
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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