Herausforderndes Verhalten
Auch: Verhaltensauffälligkeiten, schwieriges Verhalten, BPSD
Verhalten von Menschen mit Demenz, das für die Umgebung schwer auszuhalten ist: Rufen, Umherlaufen, Abwehr bei der Pflege, Misstrauen. Sehr oft ist es der Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses – manchmal steckt aber ein Delir oder ein Medikament dahinter.
Der Begriff ist bewusst gewählt: Herausfordernd ist das Verhalten für die Umgebung, für die betroffene Person ist es eine Mitteilung. Dahinter stecken sehr oft Schmerzen, Harndrang, Hunger, Durst, Überforderung durch Lärm, Angst oder schlicht Langeweile. Kommt das Verhalten plötzlich und neu, ist eher an ein Delir, einen Infekt oder ein neues Medikament zu denken – das gehört rasch ärztlich abgeklärt. Wer die Ursache findet, braucht keine Beruhigung. Bewährt hat sich, drei Tage lang aufzuschreiben, wann das Verhalten auftritt und was vorher war – Muster werden dabei überraschend schnell sichtbar. Erst wenn nichtmedikamentöse Wege ausgeschöpft sind, kommen Medikamente in Betracht; sie werden ärztlich verordnet und sollen regelmäßig überprüft werden, weil sie im Alter erhebliche Nebenwirkungen haben können.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung von Schmerzen und Auslösern; pflegefachliche Beratung
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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