Frontotemporale Demenz
Auch: FTD, Pick-Krankheit, frontotemporale Lobärdegeneration
Eine Demenzform, bei der sich zuerst Persönlichkeit und Verhalten verändern, nicht das Gedächtnis. Sie beginnt oft schon zwischen dem fünfzigsten und sechzigsten Lebensjahr und trifft damit Menschen mitten im Berufsleben.
Das Gedächtnis funktioniert lange gut – was sich ändert, ist der Mensch. Taktlosigkeit, Gleichgültigkeit gegenüber anderen, enthemmtes Verhalten, Verlust von Mitgefühl, starre Rituale oder verändertes Essverhalten. Für Familien ist das die vielleicht schwerste Form, weil es nicht wie Krankheit aussieht, sondern wie Charakterwandel. Häufig vergehen Jahre bis zur richtigen Diagnose, oft nach Fehldeutungen als Depression oder Beziehungskrise. Weil die Betroffenen jünger sind, stehen zugleich Beruf, Kinder und Kredite im Raum. Die ärztliche Abklärung gehört in eine spezialisierte neurologische oder psychiatrische Sprechstunde; Selbsthilfeorganisationen sind hier besonders hilfreich, weil kaum jemand im Umfeld die Erkrankung kennt.
- Zuständig ist
- spezialisierte neurologische oder psychiatrische Abklärung
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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