Fatigue
Auch: krankheitsbedingte Erschöpfung, Fatigue-Syndrom, Erschöpfungssyndrom, Tumor-Fatigue, Fatique
Eine krankheitsbedingte Erschöpfung, die sich durch Schlaf und Ruhe nicht beheben lässt. Sie tritt bei vielen Erkrankungen auf und ist etwas anderes als Müdigkeit nach Anstrengung.
Betroffene beschreiben eine bleierne Schwere, die unabhängig von Anstrengung auftritt und auch Denken und Sprechen erfasst. Häufig kommt sie bei Multipler Sklerose, Long Covid, Krebserkrankungen, rheumatischen Erkrankungen und nach einem Schlaganfall vor. Für den Alltag zu Hause heißt das: Was morgens gelingt, ist nachmittags oft nicht mehr möglich. Hilfreich sind feste Pausen vor der Erschöpfung und Aufgaben in kleinen Abschnitten. Antreiben verschlimmert die Lage meist. Welche Ursache dahintersteckt, gehört ärztlich abgeklärt. In der Begutachtung betrifft Fatigue vor allem die Module 1 und 4, also Mobilität und Selbstversorgung. Übersehen wird sie, weil dort gefragt wird, ob jemand etwas kann — nicht, ob er es an jedem Tag und mehrmals schafft.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung der Ursache; für den Pflegegrad die Pflegekasse
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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