Essen und Trinken am Lebensende
Auch: Nahrungsverweigerung am Lebensende, Flüssigkeit am Lebensende, Sterbefasten
Das nachlassende Bedürfnis nach Nahrung und Flüssigkeit in der letzten Lebensphase. Es ist Teil des Sterbevorgangs und nicht seine Ursache. Der Körper kann beides in dieser Phase kaum noch verwerten.
Für Angehörige ist kaum etwas so schwer wie die Vorstellung, jemanden verhungern oder verdursten zu lassen. Fachlich gilt: In der Sterbephase kann der Körper Nahrung und Flüssigkeit kaum noch verwerten. Eine künstliche Zufuhr bringt in dieser Phase häufig keinen Nutzen, lindert das Durstgefühl meist nicht und kann zu Wasser in Lunge und Gewebe führen; ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Situation und vom Willen der Person ab. Das Durstgefühl entsteht im Mund, nicht im Magen – deshalb ist sorgfältige Mundpflege wirksamer als jede Infusion: befeuchten, Lippen pflegen, kleine Mengen von dem geben, was gemocht wird. Angeboten wird weiter, gedrängt wird nicht. Über eine künstliche Zufuhr entscheidet die behandelnde Ärztin, maßgeblich nach dem Willen der betroffenen Person.
- Zuständig ist
- die behandelnde Ärztin; maßgeblich ist der Wille der betroffenen Person
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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