Depression im Alter
Auch: Altersdepression, depressive Erkrankung im Alter
Eine behandelbare Erkrankung, die im Alter besonders häufig übersehen wird. Sie zeigt sich oft nicht als Traurigkeit, sondern als Antriebslosigkeit, Schlafstörung oder als körperliche Beschwerde ohne erkennbare Ursache.
Ältere Menschen berichten seltener über Niedergeschlagenheit und häufiger über Schmerzen, Schwindel, Magenbeschwerden oder Erschöpfung. Das führt dazu, dass lange nach körperlichen Ursachen gesucht wird. Ein weiterer Grund für das Übersehen: Antriebslosigkeit und Rückzug gelten als altersgemäß, sind es aber nicht. Für die Pflege zu Hause zählt vor allem, dass eine Depression behandelbar ist – anders als eine Demenz, mit der sie regelmäßig verwechselt wird. Hilfreich sind Tagesstruktur, verlässliche Kontakte und Bewegung, ohne zu drängen. Aufforderungen, sich zusammenzureißen, bewirken das Gegenteil. Diagnose und Behandlung erfolgen ärztlich, meist in der Hausarztpraxis oder in einer psychiatrischen Praxis; auch eine Psychotherapie kommt im Alter infrage.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung, hausärztlich oder psychiatrisch
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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