Depression und Demenz unterscheiden
Auch: Pseudodemenz, depressive Pseudodemenz, Abgrenzung Depression Demenz
Beide zeigen sich mit Vergesslichkeit, Rückzug und Antriebsverlust – die Ursachen und vor allem die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich jedoch grundlegend. Die Verwechslung ist deshalb folgenreich.
Einige Unterschiede helfen bei der Einordnung, ersetzen aber keine Untersuchung:
- **Beginn** – bei Depression oft rasch und zeitlich einzuordnen, bei Demenz schleichend über Monate
- **Klagen** – bei Depression wird die Vergesslichkeit betont, bei Demenz eher heruntergespielt
- **Antworten** – bei Depression häufig ich weiß nicht, bei Demenz Umschreibungen und Erfindungen
- **Tagesverlauf** – bei Depression morgens am schlechtesten, bei Demenz eher abends
- **Verlauf** – eine Depression ist behandelbar und kann vollständig zurückgehen
Beides kann auch gleichzeitig vorliegen, das ist sogar häufig. Weil eine Depression behandelbar ist, gehört sie in jedem Fall ärztlich abgeklärt, bevor Vergesslichkeit als Demenz eingeordnet wird.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung, Gedächtnissprechstunde oder psychiatrische Praxis
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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