Aphasie
Auch: Sprachstörung, Wortfindungsstörung
Eine erworbene Störung der Sprache, meist nach einem Schlaganfall. Betroffen sind Sprechen, Verstehen, Lesen oder Schreiben – der Verstand bleibt davon unberührt. Nicht lauter sprechen hilft, sondern langsamer.
Das ist der wichtigste Punkt und wird ständig verwechselt: Wer nicht mehr sprechen kann, hat deshalb nicht weniger verstanden. Menschen mit Aphasie denken klar, finden aber die Worte nicht, verwechseln sie oder bringen nur Bruchstücke hervor. Manche verstehen gut und antworten schlecht, bei anderen ist es umgekehrt. Für die Umgebung heißt das: langsam sprechen, kurze Sätze, Zeit lassen, nicht das Wort abnehmen. Nicht lauter reden – gehört wird gut. In der Begutachtung wird der Hilfebedarf oft unterschätzt, weil die Person freundlich nickt. Diagnose und Therapie gehören in ärztliche und logopädische Hände.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung; Therapie über Logopädie auf Verordnung
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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