Apathie
Auch: Antriebslosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Interesselosigkeit
Ein Verlust von Antrieb, Interesse und Eigeninitiative. Anders als bei einer Depression steht das eigene Leiden oft nicht im Vordergrund; die Angehörigen leiden dagegen sehr wohl. Beides kann auch zusammen auftreten.
Apathie ist eines der häufigsten und am wenigsten beachteten Zeichen bei Demenz und nach Schlaganfällen. Betroffene sitzen da, ohne etwas zu beginnen, reagieren aber, wenn man sie anspricht. Für Angehörige ist das schwer, weil es wie Unwilligkeit oder Faulheit aussieht – tatsächlich fehlt die Fähigkeit, von selbst anzufangen. Für die Begutachtung ist das entscheidend: Wer nur nach Aufforderung handelt, ist nicht selbstständig, auch wenn die Handlung selbst gelingt. Im Alltag hilft, Tätigkeiten zu beginnen und dann zu übergeben, statt sie nur anzukündigen. Die Abgrenzung zur Depression gehört ärztlich geklärt – auch weil beides nebeneinander bestehen kann und eine Depression behandelbar ist.
- Zuständig ist
- ärztliche Abklärung zur Abgrenzung von einer Depression
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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