Angststörung
Auch: Angsterkrankung, Panikattacken, generalisierte Angst
Anhaltende oder anfallsartige Angst, die über eine nachvollziehbare Sorge deutlich hinausgeht und den Alltag einengt. Im Alter zeigt sie sich häufig nicht als Angst, sondern als körperliche Beschwerde.
Klagen über Herzrasen, Enge in der Brust, Schwindel oder Zittern führen zunächst meist zu körperlichen Untersuchungen. Verbreitet sind im Alter auch sehr konkrete Ängste: vor Stürzen, vor dem Alleinsein, vor dem Verlust der Selbstständigkeit, vor dem Heim. Die Sturzangst ist besonders folgenreich, weil sie zu weniger Bewegung führt und dadurch das Sturzrisiko tatsächlich erhöht. Für die Pflege zu Hause zählen Verlässlichkeit, angekündigte Abläufe und ein Hausnotruf, der Sicherheit gibt. Die Vermeidung mitzutragen verstärkt die Angst dagegen langfristig. Angststörungen sind auch im höheren Alter gut behandelbar; Abklärung und Behandlung erfolgen ärztlich oder psychotherapeutisch, oft in Zusammenarbeit beider.
- Zuständig ist
- ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung
Rechtsstand 01.01.2026
Transparenz
Wie dieser Beitrag entstanden ist
Geschrieben, geprüft und verantwortet von Hendrik Dohmeyer, Pflegeberater nach § 7a SGB XI.
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