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DAK-Pflegereport 2025: Finanzdruck, Reformvorschläge und neue Impulse

Der DAK-Pflegereport 2025 benennt den Finanzdruck deutlich — und macht Vorschläge, die auch die Pflegeberatung betreffen.

Veröffentlicht am 23.05.2025 Aktualisiert am 18.09.2026 2 Minuten

Drei Männer sitzen bei einer Pressekonferenz der DAK-Gesundheit vor einer orangefarbenen Wand mit dem Logo der Kasse; Namensschilder weisen sie als Prof. Dr. Thomas Klie, Andreas Storm und Rüdiger Scharf aus.

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Gestern konnte ich an der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen DAK-Pflegereports 2025 und des Konzepts „Pflegestützpunkt Plus“ teilnehmen. Im Zentrum: die alarmierende Finanzlage der Pflegeversicherung und konkrete Vorschläge zur strukturellen Neuausrichtung.

  • Die Zahlen sprechen für sich:
    📉 1,65 Mrd. € Defizit 2025, das sich 2026 voraussichtlich auf 3,5 Mrd. € verdoppeln wird.
  • 📈 Eine Beitragserhöhung allein reicht nicht – die DAK fordert die Rückzahlung der Corona-Ausgaben und ein grundlegendes Reformpaket.

Nach der Vorstellung interessierte mich in der Fragerunde, inwieweit die DAK Vertreter davon ausgehen, dass bei der Entwicklung der anstehenden großen Pflegereform 2025 das Thema Prävention stärker berücksichtigt wird.

Konkret habe ich auf Bedarfe bei den Pflegenden Angehörigen und die mehr als 900.000 Menschen mit Pflegegrad 1 hingewiesen – eine Gruppe, die meist noch vergleichsweise jung und nur leicht beeinträchtigt ist. Die ursprüngliche Zielsetzung von 2017 war es, durch präventive Maßnahmen eine Verschlechterung zu vermeiden und den Verbleib in Pflegegrad 1 zu verlängern. In der praktischen Umsetzung ist in diesem Bereich jedoch bislang wenig passiert.

Prof. Dr. Thomas Klie nahm sich Zeit für eine ausführliche Antwort – allerdings fiel seine Einschätzung eher nüchtern aus. Er sehe auch die dringende Notwendigkeit insbesondere auch bei den Pflegenden Angehörigen als unverzichtbare Ressource, derzeit wenig Anzeichen, dass Prävention im Rahmen der Pflegereform prioritär behandelt werde. Eine ehrliche, aber auch ernüchternde Perspektive.

Der neue DAK-Pflegereport 2025 ist PDF ist als PDF verfügbar  – und er hat es in sich. Neben den bekannten Zahlen zur Finanzierung geht es dieses Mal vor allem um die Zukunft der Pflegeberatung: Strukturen, Qualitätsanforderungen, digitale Vernetzung und das neue Konzept „Pflegestützpunkt Plus“.

Ich plane, Prof. Dr. Thomas Klie für unseren nächsten großen Pflegeberatungskongress „Tage der Pflegeberatung 2026“ nach Frankfurt einzuladen. Der Kongress findet Ende Mai nächsten Jahres statt – und ich bin sicher, dass seine Perspektiven dort eine wertvolle Bereicherung sein werden.

Eine spannende Lektüre fürs Wochenende – für alle, die sich für die Weiterentwicklung der Pflegeberatung interessieren,

wünscht
Hendrik Dohmeyer

Porträt von Hendrik Dohmeyer

Wer schreibt hier?

Hendrik Dohmeyer

Pflegeberater nach § 7a SGB XI · sorgender und pflegender Angehöriger · Autor beim Pflege-Dschungel

Neunzehn Jahre lang habe ich meine beiden Eltern als sorgender und pflegender Angehöriger begleitet – bis 2024. Was ich in dieser Zeit über die Pflegeversicherung wissen musste, habe ich mir mühsam selbst zusammengesucht. Genau das soll Ihnen hier erspart bleiben.

Nach einer kurzen Pause wurden leider weitere Menschen in meiner Familie pflegebedürftig und benötigen seitdem Unterstützung. Diese Situation teile ich mit vielen anderen Familien in Deutschland: Pflege kann unerwartet erneut Teil des eigenen Lebens werden.

Heute führe ich bundesweit Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI durch, engagiere mich im Vorstand des Vereins Pflegende Angehörige e. V. und schreibe seit 2021 die Kolumne „Rat und Recht“ in der Zeitschrift Pflegepartner. Was hier steht, stammt aus eigener Erfahrung und meiner täglichen Beratungspraxis – nicht aus zweiter Hand.

Mehr über Hendrik Dohmeyer

  • Beratungen nach § 37 Abs. 3
  • 19 Jahre eigene Pflegeerfahrung
  • Vorstand Pflegende Angehörige e. V.
  • Über 30 Fachbeiträge seit 2021

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